Ein zentraler Pfeiler des Projekts PSY-DIVER ist die partizipative Forschung. Um sicherzustellen, dass die Ergebnisse des Projekts die reale Versorgungssituation widerspiegeln und für alle Beteiligten relevant sind, wird das Projekt durch eine trialogische Projektsteuergruppe eng begleitet.

Was bedeutet „trialogisch”?

Der Begriff „Trialog” steht für den Austausch auf Augenhöhe zwischen drei Gruppen, die unterschiedliche Perspektiven einbringen. In unserer Steuergruppe sind dies:

Betroffene

Expert*innen durch Erfahrung


Menschen mit eigenen Behandlungserfahrungen und Wissen über Barrieren in der Versorgung.

An- und Zugehörige

Expert*innen durch Begleitung


Personen, die das System aus Sicht der familiären und sozialen Unterstützung kennen.

Professionelle

Expert*innen durch Beruf


Akteur*innen aus Medizin, Pflege, Psychologie, Sozialarbeit und Krankenhausverwaltung.

Besonderes Augenmerk auf Diversität

Die Mitglieder bringen spezifische Expertisen zu Themen wie beispielsweise Geschlecht, Migrationsgeschichte und LGBTQIA*-Identität sowie Erfahrungen mit verschiedensten Krankheitsbildern (u.a. Depression, PTBS, Borderline-Störung, bipolare Störung) in die Arbeit ein.

Arbeitsweise

Die Projektsteuergruppe begleitet PSY-DIVER über die gesamte dreijährige Laufzeit in vierteljährlichen, hybriden Sitzungen, um eine barrierearme Teilhabe vor Ort oder digital zu ermöglichen. Dabei arbeiten wir nach dem Prinzip der Co-Creation, bei dem die Erfahrungsexpertise von Betroffenen und Angehörigen den gleichen Stellenwert einnimmt wie die wissenschaftliche Fachkenntnis.
Dieser kontinuierliche Austausch auf Augenhöhe stellt sicher, dass die Projektergebnisse eine hohe praktische Relevanz für alle Beteiligten im Versorgungssystem haben, und dass PSY-DIVER ein Forschungsprojekt mit Menschen ist, nicht nur über sie.

Team bei einer Sitzung der Projektsteuergruppe